Im Schnee: Lasst die Musik und das Smartphone zu Haus!

Man hört es in letzter Zeit immer öfter von Fahrradfahrern im Straßenverkehr: Mit Smartphone in der Hand und Ohrstöpseln mit zu lauter Musik am Kopf ist die Wahrnehmung auf das umliegende Geschehen extremst beeinträchtigt. Davon ganz abgesehen, die steigenden Zahlen von Unfällen mit Radlern sprechen genau die gleiche Sprache. Was also bitte sollte auf der Skipiste daran anders sein? Insbesondere beim Liften oder in der Schlange am Skilift wäre es doch viel abwechslungsreicher, mal wieder mit den anderen Leuten ins Gespräch zu kommen. Nutzen Sie das sportliche Ereignis im Schnee ruhig mal für eine digitale Auszeit. Es bietet auch eine ganze Reihe anderer Vorteile, mal in sich selbst hineinzuschauen.

Bin ich Smartphone-süchtig oder bereits medienabhängig?

Ja, richtig. Viele Menschen bekommen überhaupt nicht mehr mit, wie viel Zeit sie pro Tag mit ihrem Smartphone verbringen. So denken sie zwar, dass sie nur das Nötigste an ihrem Gerät machen, merken dabei aber nicht, dass sie drei, vier Stunden täglich an ihren Apparaten herummachen. Gleiches gilt für die Musik. Wer ohne Smartphone und Musik im Ohr nicht mehr kann, hat ein Medien-Problem, denn auch das Hören von Musik gehört zum Medienkonsum, der heute bis zu zehn Stunden des Alltags umfasst. Wer nach einem Tag ohne Smartphone und Musik ein Probelm hat, sollte sich ernsthaft Gedanken darüber machen.

Es gibt doch auch andere, wichtige Dinge im Leben

Ob mit Smartphone oder mp3-Player bewaffnet, die Dauer-User derselben haben immer nur eins im Kopf, den Ladezustand ihres Akkus. Kaum in der Skihütte angelangt, geht die Suche nach der Steckdose los. Im Lift wird Musik gesucht, SMS geschrieben oder gechattet. Das ist doch krank, oder? Außerdem ist man doch im Urlaub und nicht auf der Arbeit. Was bitte spräche also dagegen, den ungetrübten Blick auf die Bergwelt und die Natur zu genießen? Snowboarden oder Skifahren in den frühen Morgenstunden, vielleicht sogar bei einer Firnabfahrt, sind mit die schönsten Erlebnisse des ganzen Urlaubs. Auch mit der Konzentration beim Üben wird’s bestimmt besser klappen.